Fliegbares Wochenende voraus?

„Dieses Jahr sollte man doch endlich einmal anfliegen“ wird nun der eine oder andere denken! Und tatsächlich, es besteht auch an diesem Wochenende eine Möglichkeit, wieder einmal in die Luft zu kommen.

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Am Sonntag sehen die Bodenwinde so aus, als könnte Flugbetrieb bei sportlichen Bedingungen stattfinden. Was in den darüberliegenden Luftschichten passiert, muss man weiter beobachten. Wer wäre mit dabei, würden wir am Sonntag die Winde aus dem Schuppen holen können?

Update 1:
Die Wetterprognose entwickelt sich nicht besonders gut. Zu den sportlichen Winden kommt nun noch eine deutliche Regenwahrscheinlichkeit dazu. Wir beobachten weiter, die Zeichen stehen aber nicht besonders gut.

Update 2:
Keine Wetterverbesserung in Sicht. Daher muss das Jahresanfliegen verschoben werden.

Warme Hände, warme Füsse

Jedes Jahr stellen für uns Flieger die kalten Temperaturen im Winter eine Herausforderung dar. Es ist die kalte Luft, insbesondere aber auch der Wind, der uns selbst bei einem kurzen Abgleiter bereits zum frieren bringen kann. Ein Beinsack und beheizbare Handschuhe wären jetzt optimal. Nur die wenigstens Flieger sind dazu bereit, deshalb das Gurtzeug umzustellen oder teilweise mehrere hundert Euro in elektrischen Handschuhe zu investieren.

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Dem kann etwas günstiger Abhilfe geschaffen werden. Seit einigen Jahren gibt es kleine flexible Wärmepäckchen, die sowohl in die Handschuhe als auch in die Schuhe gepackt werden können. Einmal an der Luft, reagieren Eisenpulver, Salz, Aktivkohle, Wasser sowie Vermiculit und geben die nächsten Stunden Wärme ab. Zwar sind diese Päckchen nur einmalig verwendbar, haben jedoch den Vorteil, dass sie weiterhin flexibel bleiben und beim Fliegen nicht weiter die Bewegungsfreiheit stören. Preislich sind solche Handwärmer mit 5 Euro für 10 Stück sehr überschaubar. Die passenden Fußwärmer haben etwa den gleichen Preis.

Mit Windyty wissen, woher der Wind weht

Auf Grund der Idee zweier findiger Entwickler ist die Website Windyty.com entstanden, die uns Gleitsegelpiloten bei der Einschätzung der Wetterlage in einer wunderschönen Darstellung behilflich sein kann.
Windyty
Der Entwickler Cameron Beccario hat für diese Anwendung die Grundlage geschaffen, die dann im Nachgang von Ivo angepasst und optimiert wurde. Auf der Website lassen sich Wind, Temperatur, Druck, Wolken und Feuchtigkeit in einer sehr ansprechend gestalteten Oberfläche darstellen. Eine Prognose von bis zu 5 Tagen im voraus ist dabei möglich. Auf der Karte kann weiter hineingezoomt werden, um so eine Punktprognose abzurufen. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf dem GFS-Modell, die Punktprognosen auf denen von Meteoblue.com.
Bisher habe ich noch keine Erfahrung damit gesammelt, wie genau die dargestellten Prognosen sind und ob sich diese zur Analyse der Wettersituation für unsere Fluggebiete eignen. Die Darstellung basiert nach Informationen von lu-glidz auf Daten des GFS-Modells mit einem Rasterabstand von 50km, so dass lokale und kleinregionale Einflüsse unberücksichtigt bleiben. Es ist somit ratsam, dies als eine zusätzliche Informationsquelle bei der Flugwetterprognose zu verwenden und sich nicht alleine auf Basis dieser Website seine Meinung zu bilden.

Videovortrag über effektive Flugtechniken

Nachfolgende Video zeigen einen Vortrag von Peter Cröniger, der bereits vor zwei Jahren aufgenommen wurde. Nichts desto trotz ist dieser weiter aktuell und hilft bei der Überwindung der windigen und regenreichen Wetterlage.


Wie bei den meisten Gleitschirm-Lehrvideos heißt es auch hier: bilde Dir Deine eigene Meinung. Das Video wurde im Gleitschirmdrachenforum kontrovers diskutiert. Insbesondere bei der Haltung beim Startlauf scheiden sich die Geister. Der Vortrag hilft dem Piloten auf jedem Fall dabei sich einmal wieder kritisch mit der Materie auseinanderzusetzen.